Die Geschichte des 19. Jahrhunderts im Überblick

Nach der französischen Revolution hatte Napoleon die Landkarte Europas grundlegend verändert. Der Rhein galt als neue Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Nach den Niederlagen und Verlusten in den Kriegen, die die französische Revolution nach sich zog, versuchten der österreichische Kaiser Franz I. (1792-1835) und seine Minister, in Österreich ein starkes Nationalbewußtsein zu entwickeln und Reformen durchzuführen. Man errichtete ein Volksheer, erneuerte das Schulwesen und arbeitete das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch aus. Der neue Leiter der Staatskanzlei, Graf Metternich (1773-1859), riet, sich mit Napoleon zu befreunden, und so wurde die Tochter des Kaisers Franz, Maria Luise, Napoleon zur Frau gegeben. Die Übermacht der Alliierten zwang Napoleon später zum Rückzug über Rhein. Nach kurzem Kampf marschierten die Alliierten in Paris ein, wo der Senat Kaiser Napoleon absetzte, ihm die Insel Elba als erbliches Fürstentum zuwies und die Herrschaft der Bourbonen anerkannte.
Um die Verhältnisse des Kontinents neu zu ordnen, traten im Herbst 1814 die Staatsmänner Europas in Wien zusammen. Der Wiener Kongreß war der erste Kongreß der Neuzeit, auf dem alle europäischen Staaten vertreten waren. Absicht der Tagung war die Wiederherstellung der politischen Situation vor der Revolution.
Die wichtigsten Bestimmungen des Wiener Kongresses:
Die soziale Not und die Unzufriedenheit mit der politischen Unterdrückung wurden immer größer, deshalb entwickelte sich der Nationalismus immer mehr und es kam zur Märzrevolution.