Johann Nepomuk Nestroy

geb. 7. Dezember 1801 in Wien - gest. 25. Mai 1862 in Graz

Johann Nepomuk NestroyNestroy sollte eigentlich wie sein Vater Jurist werden, jedoch wurde er von der typisch wienerischen Theatermanie angesteckt. Schon während dieser Zeit versuchte er sich als Bühnenschriftsteller. 1831 bekam er sein erstes Engagement an einer Wiener Bühne, und zwar im Theater an der Wien. Schon bald hatten ihn die Wiener ins Herz geschlossen und zählten ihn zu den beliebtesten Volksschauspielern und Possendichtern. 1845 wechselte Nestroy mit seinem Entdecker, dem Direktor Carl, ans Theater in der Leopoldstadt. Nach Carls Tod 1854 leitete Nestroy diese Bühne bis 1860. Seine letzen Lebensjahre verbrachte er in Graz und Ischl, jedoch kam er 1861 und 1862 für zwei längere Gastspiele nach Wien. Nestroys letzte Rolle war der Knieriem in Lumpazivagabundus.

Nestroy ist Vertreter des Wiener Volksstücks, aber kritischer Beobachter der gesellschaftlichen Zustände seiner Zeit. Er weiß genau, was die Zensur erlaubt, oft schlägt er ihr ein Schnippchen, indem er in seinen Stücken Platz für Improvisationen läßt und seine Dramen erst nach der Begutachtung druch die Zensur vollendet. Nestroy versucht, die Menschen so zu zeigen, wie sie sind, ohne moralisch zu werden.

Seine Werke:

Über 80 Stücke, meist Possen und Gesang.

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