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Léon Foucaultvon Phillip Tschol18. 9. 1819 in Paris 11. 2. 1868 in Paris
Foucault wurde am 18. September 1819 als Sohn eines Verlegers geboren. Als Léon Foucault 10 Jahre alt war, starb sein Vater. Daraufhin brachte ihn seine Mutter nach Paris, wo er das "Collég Stanislas" besuchte. Auf Anraten des Direktors verlies er dieses jedoch wieder, da er weder sehr folgsam noch sehr strebsam war. Er lernte bei einem Privatlehrer weiter. Anschließend begann er ein Medizinstudium, das er nicht abschloß, da er bestimmte Ekelgefühle (z.B. Sezieren) nicht überwinden konnte. Er arbeitete anschließend als Assistent bei einem Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Mikoroskopie tätig war. 1844 folgte er diesem als wissenschaftlicher Berichterstatter zum "Jornal de Débat". Nach dieser Tätigkeit entschloß sich Foucault für eine Zusammenarbeit mit A. H. Fizeau auf dem Gebiet der Interferenz des Lichtes. Als einem der ersten Wissenschaftler geland es Foucault, mit Hilfe eines rotierenden Spiegels die Lichtgeschwindigkeit zu bestimmen. Er arbeitete an der Messung der Lichtgeschwindigkeit mit Hilfe eines Zahnrades. Später entwickelte er eine eigene Methode: man stelle sich zwei Spiegel vor, zwischen denen ein Lichtstrahl hin- und herreflektiert wird. Wenn einer der beiden Spiegel sich sehr schnell dreht, so wird er das von dem ruhenden Spiegel kommende Licht so reflektieren, dass der Strahl auf dem ruhenden Spiegel an einer gegenüber dem Ausgangsort etwas verschobenen Position eintrifft. Aus der Umdrehungsgeschwindigkeit, dem Abstand der Spiegel und dem Winkel konnte Foucault die Lichtgeschwindigkeit bestimmen. Mit dieser Methode maß er auch die Lichtgeschwindigkeiten in anderen Medien als Luft. (siehe Grafik nach Jaros - Basiswissen) Aus der Zeit t, in der eine Lücke der nächsten Lücke folgte, und aus der Entfernung s des Spiegels vom Zahnrad errechnete sich die Lichtgeschwindigkeit zu c = 2s / t c ...Lichtgeschwindigkeit 2s ...Weg für Hin- und Hergang t ...Zeit für Hin- und Hergang Das Pendel Das Foucault-Pendel ist ein frei aufgehängtes Pendel, das - magnetisch in Gang gehalten - die Drehung der Erde anzeigt. Die Ebene des schwingenden Pendels bleibt relativ zur Erdoberfläche nicht unverändert, da auf das Pendel in Folge der Erdrotation eine Coriolis-Kraft quer zur Schwingungsrichtung wirkt. Dadurch wird auf der Nordhalbkugel der Erde eine Abweichung des Pendels nach rechts bewirkt (in Köln: 11-Grad pro Stunde). Am Äquator erfolgt keine Drehung der Schwingungsebene, an den Polen erfolgt sie in 24-Stunden um 360-Grad. Die Bahn des Pendels entspricht einer Rosette, die in erster Näherung mit der Winkelgeschwindigkeit durchlaufen wird. Der Foucaultsche Pendelversuch wurde erstmals im Jahre 1661 von Viviani, dann von Leon Foucault 1850 in der Pariser Sternwarte und 1851 im Pariser Pantheon (Pendellänge: 67m; Pendelmasse: 28kg) durchgeführt. |
geb. vor 1700 1700 - 1799 1800 - 1849 1850 - 1899 1900 - 1950 |
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| ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger | |