| große Physiker | |
| A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Y Z | |
Jean-Baptiste Joseph Baron de Fourier (1768 - 1830)von Marion Steiningerfranzösischer Mathematiker Fourier wurde am 21.März 1768 in Auxerre geboren. Als Sohn eines armen Schneiders besuchte er zuerst eine Militärschule seiner Heimatstadt und dann eine Ordensschule im Mönchskloster von St.-Benoît-sur-Loire. Er lehrte an der École Normale
(1795) und an der École Polytechnique in Paris (1796-1798).Während der Revolution in Auxerre wurde er 1798-1801 von Napoleon in den wissenschaftlichen Stab der ägyptischen Expedition berufen und war abwechselnd Gefangener und Präsident des Revolutionskomitees. Mit Napoleon ging er nach Ägypten, wurde nach Napoleons plötzlichem und heimlichem Rückzug von den Engländern gefangen gehalten, konnte aber mit den Expeditionsberichten nach Frankreich zurückkehren und wurde 1802 in Grenoble Präfekt des Departement Isère. Dort vollendete er die lange vergeblich versuchte Trockenlegung der Sümpfe bei Lyon und rottete dadurch dort die Malaria aus. Er verfasste die historische Einleitung zum Expeditionsbericht "Description de l'Egypte". Die Absetzung und die vorübergehende Rückkehr Napoleons stürzten ihn in neue Schwierigkeiten. 1808 wurde er zum Baron ernannt. Nach der Rückkehr der Bourbonenkönige 1815 zog sich Fourier aus dem Verwaltungsdienst zurück und widmete sich ganz der wissenschaftlichen Arbeit. 1816 erhob Ludwig 18. bei Fouriers Wahl in die Académie des Sciences zunächst Einspruch. Schließlich aber wurde Fourier 1822 ständiger Sekretär der Académie. Im Jahre 1827 wurde Fourier in die Académie française aufgenommen. Sein Ruhm begründet sich vor allem auf seine Arbeiten zur Mathematik und mathematischen Physik. In seiner Abhandlung "Analytische Theorie der Wärme" wandte er eine trigonometrische Reihe an, die man heute meist Fourier-Reihe nennt. Ein Beispiel: 1822 veröffentlichte Fourier sein Buch ,,Die analytische Theorie der Wärme``. Hierin gelang es ihm zu zeigen, dass man eine unstetige, d.h. sprunghafte Funktion durch die Summe unendlich vieler Sinusfunktionen darstellen kann. Somit wurde es möglich, einen physikalischen Prozeß, den man anhand der zeitlichen Änderung einer Größe h(t) charakterisieren kann (z.B. der Corg-Gehalt in Abhängigkeit vom Alter), durch eine Summe von Sinusfunktionen, die durch ihre Amplituden H(f ) in Abhängigkeit von der Frequenz charakterisiert werden, zu beschreiben. h(t) und H(f ) sind also zwei verschiedene Repräsentationen der gleichen Funktion. Mit Hilfe der Fourier-Transformation kann man zwischen den beiden Darstellungen wechseln. Fourier starb 1830 in Paris. |
geb. vor 1700 1700 - 1799 1800 - 1849 1850 - 1899 1900 - 1950 |
| Astronomie Atom u. Kernphysik Elektrodynamik Mechanik Optik Quantentheorie Strahlung Thermodynamik |
|
| A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Y Z | |
| ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger | |