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Joseph von Fraunhofer (1787-1826) - Ein Pionier der Optik.von Lukas SenftOptiker, geb. in Straubing, Bayern, am 6. März, 1787. Gestorben in München am 7. Juni 1826. Er war der zehnte und letzte Sohn eines schlechten Schleifers. Im Alter von zwölf verlor er seine Eltern und wurde bei einem Spiegel-Hersteller und Objektiv-Schleifer für sechs Jahre ohne Bezahlung in die Lehre gegeben. Dort hatte er die Erlaubnis eine Feiertagsschule zu besuchen. Das Haus, in dem er arbeitete stürzte 1801 ein und begrub den Jungen unter sich, dies überlebte er jedoch. Durch diesen glücklichen wurde das Gerichts- und Ratsmitglied Utzschneider auf ihn aufmerksam, von dem er später dann Bücher über Mathematik und Optik bekam. Auch König Max Joseph interessierte sich für ihn, er machte ihm ein Geschenk von achtzehn Dukaten. Mit diesem Geld erwarb Joseph eine Schleifmaschine und kaufte sich aus seiner abscheulichen Lehre frei. Er versuchte, seinen Lebensunterhalt mit Handel und Metallgravuren zu verdienen. Schließlich 1806, wurde er zum mathematisch-technischen Institut von Reichenbach, von Utzschneider und Liebherr als Assistent berufen. Dort erledigte er seine Arbeit so ausgezeichnet, daß er zum Partner und Manager des optischen Instituts des Unternehmens bei Benediktbeuern wurde. 1814 gab Utzschneider ihm 10.000 Florins und bildete mit ihm das neue Unternehmen von Utzschneider und Fraunhofer. Das optische Institut zog 1819 nach München um und Fraunhofer wurde zum königlichen Professor ernannt. Die Universität von Erlangen gab ihm den Grad Physiker und Doktor mit Auszeichnung 1822. Die imperiale Akademie Leopoldina, die astronomische Gesellschaft von London und die Gesellschaft für natürliche Wissenschaft und Medizin von Heidelberg konnten ihn als neues Mitglied gewinnen. Kurz vor seinem Tod wurde er zum Ritter der dänischen Ordnung von Danebrog geschlagen. Die Arbeit von diesem mathematischen und praktischen Optiker war von äußerster Wichtigkeit, denn sie verbesserte die Methoden des Vorbereitens des optischen Glases, der Reib- und Polierobjektive und der Prüfung. Sein Erfolg beraubte England die Vormachtstellung auf dem optischen Gebiet. Er erfand die notwendigen Maschinen, konstruierte ein Spherometer und entwickelte die Meßinstrumente, die in den astronomischen Teleskopen, wie dem Schraube Mikrometer und dem Heliometer benutzt wurden. Die Entdeckungen des Josef von Fraunhofer: Beugung (Diffraktion) Abweichung von der geradlinigen Ausbreitung einer Wellenbewegung, wie z. B. elektromagnetische Strahlung, Schall- und Wasserwellen. Die Beugung erzeugt Interferenzeffekte an den Rändern des von undurchlässigen Objekten geworfenen Schattens, da sich dort die Wellenzüge, die jeden Punkt über verschiedene Wege erreicht haben, überlagern. Aus diesem Grund werfen undurchlässige Objekte nie einen völlig scharfen Schatten, was jedoch nur sichtbar wird, wenn die Dimension des Hindernisses etwa gleich der Wellenlänge der Strahlung ist. Die Beugung ist dafür verantwortlich, daß das Auflösungsvermögen von optischen Instrumenten, Radioteleskopen usw. limitiert ist. Beugung wird in Beugungsgittern ausgenutzt. Wenn hierbei Lichtstrahlen durch eine auf einer Glasplatte oder einem Spiegel eingeritzten Serie von Linien mit einem genau bestimmten Abstand durchgehen oder reflektiert werden, entsteht durch die Interferenz der Lichtstrahlen der verschiedenen Linien ein Beugungsspektrum. Beugungsgitter haben zwischen 70 Linien/mm (für Infrarotstrahlen) bis zu 1800 Linien/mm (für Ultraviolettstrahlen) eingeritzt. Fraunhofersche Linien Dunkle Linien im Sonnenspektrum, die durch die Strahlungsabsorption von bestimmten Frequenzen (und somit Energien) durch Atome in den äußeren Schichten der Sonnenatmosphäre verursacht werden. Analysen des Sonnenspektrums ermöglichen somit die Identifikation dieser Atome. Die Linien wurden erstmals von Joseph von Fraunhofer aufgezeichnet. Die auffälligsten von ihnen wurden mit Buchstaben gekennzeichnet. Die Linien A und B werden durch terrestrischen Sauerstoff, C durch Wasserstoff, D durch Natrium, E durch Eisen usw. verursacht. Auch heute noch gedenken viele Menschen diesem Physiker. Alle Jahre wird zum Beispiel der Josef-von-Fraunhofer Preis an berühmte Ärzte verliehen die außergewöhnliches im Bereich der Optik entdecken oder schaffen. |
geb. vor 1700 1700 - 1799 1800 - 1849 1850 - 1899 1900 - 1950 |
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| ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger | |