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Luigi Galvani (1737-1798)von Nina GanahlGalvani wurde am 9. September 1737 in Bologna geboren. Er war italienischer Arzt und Naturforscher. Ab 1782 war er Professor für Anatomie und Geburtenhilfe. Am 4. Dezember 1798 starb er und zur Erinnerung wurde die Gesamtheit der elektromagnetischen Erscheinung, die auftreten, wenn sich verschiedenartige Stoffe berühren Galvanismus genannt.Die Entdeckung der galvanischen Elektrizität von Luigi Glavani hatte gegen Ende des 19. Jahrhunderts weitreichende Folgen für die Industrie. Die Galvanotechnik ist das elektrochemische Verfahren zur Veredelung metallischer Oberflächen. Die Galvanitechnik kann man heutzutage nicht mehr von unserem Leben weg denken, denn die Galvanitechnik wird als Korisionsschutz von Gegenständen verwendet. Auch für die Herstellung von Batterien oder Aluminium setzt sich die Methode der Elektrolye durch. Das traditionelle Verfahren ist seit den Anfängen prinzipiell gleich geblieben, aber die Methode wird immer mehr verbessert. Es fing damit an, dass Luigi Galvani am 6. November 1789 in seinem Laboratorium mit seinen Assistenten Versuche mit einer starken Reibungselektrisiermaschine machte. Er trennte die Schenkel eines Frosches mit einem kleinen Teil des Rückens vom Rumpf und zog die Haut ab. Die Nerven, die mit dem kurzen Stück Rückgrat noch verbunden waren, legte er dabei bloß. Die Assistenten erzeugten am anderen Ende des Tisches mit der Elektrisiermaschine lange Funken. Galvani hatte die Schenkelnerven des präparierten Frosches mit einem Messer berührt und dabei die Klinge angefasst, ohne es zu bemerken, war er also mit den Nerven elektrisch verbunden. Der Zufall wollte es, dass zur selben Zeit ein Mitarbeiter die Elektrisiermaschine auf demselben Tisch drehte und einen langen Funken zog. Im selben Augenblick zogen sich alle Muskeln an den Gelenken des Frosches wiederholt derartig zusammen, als wären sie von heftigen Krämpfen befallen. Das war ein geschichtlicher Augenblick in der Entwicklung der Naturwissenschaft. Galvani wusste zwar da noch nicht, was er entdeckt hat aber dann begann Galvani mit den Beobachtungen. Er hielt das Messer an den Froschnerv, ohne dass die Elektrisiermaschine Funken gab, so geschah nichts. Aber sobald sie Funken abgaben und Galvanis Hand war nicht durch Anfassen der Klinge oder durch die eiserne Niete, mit denen der Messergriff befestigt war, so tat sich ebenfalls nichts. Galvani berührte, während Funken erzeugt wurden, die Nerven des Frosches mit einem Glasstäbchen und dann wieder mit einem Eisenstab. Das Ergebnis blieb das Gleiche. Die eine Voraussetzung war, dass eine Elektrisiermaschine in der Nähe als besondere Elektrizitätsquelle die wirksamen Funken lieferte. Die andere die Galvani mit dem Messer den Froschschenkelnerv berührte, also eine Antenne darstellte, mit der die von der Elektrisiermaschine ausgehende elektrischen Schwingungen aufgefangen wurden. Diese erzeugten im Froschschenkel einen elektrischen Strom, der die Zuckungen hervorrief. Er kam sehr bald auf den Gedanken, an Stelle der Funken seiner Elektrisiermaschine den Blitz zu benutzen. Galvani spannte oben an seinem Hause eine Eisendraht aus und isolierte ihn gegen die Befestigungsstellen. An diesem Draht hängte er die Froschschenkel an ihren Nerven mit Hilfe von Messinghaken auf. Die Füße der Frösche verband er durch einen weiteren Eisendraht mit der Erde. Dieser Draht reichte bis in das Wasser eines Brunnens. Technisch war das nicht leicht, weil der Erdleitungsdraht mit seinem Gewicht nicht die Froschschenkel abreißen durfte. Aber trotzdem gelang das Experiment. Zum Arbeitszimmer Galvanis gehörte ein Balkon mit einem Eisengitter. Auf diesem Balkon stand Galvani, als er seinen Eisendraht anbrachte. Ehe er die Froschschenkel mit den Messinghaken am Eisendraht befestigte, hängte er sie an das Eisengitter des Balkons, um sie sofort zur Hand zu haben. Die Messinghaken waren am Rückgrat der Frösche befestigt, also an den Nerven. Und nun zeigte sich die zweite überraschende Wirkung. So oft ein Schenkel das Eisengitter berührte, zogen sich die Muskeln zusammen, so wie Galvani das vorher schon auf dem Tisch im Arbeitszimmer beobachtet hatte. Die gleiche Erscheinung - aber jetzt unter anderen Bedingungen, denn es waren keine Elektrisiermaschine in Betrieb. Er beobachtete viele Tage die Froschschenkeln am Balkongitter und wartete auf die Bewegung der Muskeln. Die zeigte sich aber nur selten und ganz unregelmäßig. Sie zuckten immer, wenn der Wind die Froschschenkel an das Eisengitter schlagen ließ und dadurch den Stromkreis bildete! Galvani fand den Grund nicht und wurde schließlich ärgerlich. Er versuchte es noch ein Letztes mal. Da zuckten die Schenkel plötzlich häufig und stark! Den Gedanken, die Luftelektrizität sei daran schuld, schob Galvani bald beiseite, denn er hatte ja selber die Zuckungen ausgelöst. Die Beobachtung ergab statt dessen eindeutig, dass die Schenkel zwischen zwei verschiedenen miteinander verbundenen Metallen liegen mussten, wenn die Zuckungen eintreten sollten. Und so hat Galvani die Urform des Galvanischen Elements entdeckt und den ersten fließenden Strom erzeugt. Das eigenartige war, dass der Froschschenkel nicht nur ein Bestandteil dieses stromerzeugenden Elements war, sondern den elektrischen Strom durch die Zuckungen zugleich anzeigte. |
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| ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger | |