große Physiker
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Max von Laue (1879-1960)

von Monika Schröer

Seid herzlich gegrüßt! Ich heiße Max von Laue. Was, mein Name sagt euch nichts? Nun, dann wird es Zeit, dass ich mich euch einmal vorstelle!
Geboren wurde ich am 9. Oktober 1879 in Pfaffendorf bei Koblenz.Laue Mein Vater hieß Julius Laue und war Zivilbeamter in der Militärverwaltung. Meine Mutter hieß Wilhelmine, die eine geborene Zerrener war.
Nach meinem Abitur in Straßburg studierte ich Physik und Mathematik (Nur zur Information: Das sind zwei sehr interessante Fächer!!!) an den Universitäten von Straßburg, Göttingen, München und Berlin.
1903 schrieb ich eine Dissertation, das ist eine schriftliche, wissenschaftliche Arbeit, damit ich die Doktorwürde erlange, bei Max Planck (der euch hoffentlich ein Begriff ist!) mit dem Titel "Über die Interferenzerscheinungen an planparallelen Platten".
Da ich unbedingt in den Lehrberuf einsteigen wollte, machte ich 1905 das Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Göttingen. Ich bekam im gleichen Jahr in Berlin eine Assistentenstelle bei Planck am Lehrstuhl für Theoretische Physik.
1906 traf ich zum erstenmal meinen Kumpel Albert Einstein (Ja genau, der E = mc² - Einstein!). Er wurde zu einem engen Freund, und, was viele nicht wissen, ich war derjenige, der Alberts Relativitätstheorie in der Wissenschaft zum Durchbruch verhalf.
1910/11 schrieb ich die erste umfassende Monographie zur Relativitätstheorie von Albert, dem in den späteren Jahren noch weitere Bände folgten. Zur Zeit des Nationalsozialismus bekam ich durch meine Freundschaft zu Albert Schwierigkeiten mit dem Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, da die dummen Nazis Alberts "jüdische Physik" verleumdeten.
1910 fand ich auch familiäres Glück: Ich heiratete meine Magdalena Degen und bekam zwei bezaubernde Kinder. 1912 testete ich erfolgreich die Beugung von Röntgenstrahlen durch Kristalle.
Jetzt denkt ihr sicher: Moment, da stimmt doch etwas nicht! Da habt ihr ganz recht: Nicht ich habe die Röntgenstrahlen entdeckt, sondern Conrad Wilhelm Röntgen (Röntgen ? Röntgenstrahlen!).
Mir persönlich aber gelang der Nachweis für die Wellenstruktur der Röntgenstrahlen und für die Raumgitterstruktur der Kristalle.

Diese Entdeckung war anscheinend so sensationell, dass ich 1914 für meine begründete Röntgen-Strukturanalyse den Nobelpreis für Physik erhielt. So bin ich bei den meisten Leuten, die mich kennen, für meine sogenannten Laue-Diagramme bekannt, die Aufschluss über den Kristallaufbau geben.
5 Jahre später wechselte ich von der Goethe-Universität in Frankfurt/Main an die Universität Berlin. Außerdem wurde ich Stellvertreter von Albert Einstein als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik (heute heißt es allerdings Max-Planck-Institut).
1921-1943 wurde ich als Nachfolger Plancks Direktor der Berliner Universität. Das nennt man eine steile Karriere, habe ich nicht Recht?
Ab 1937 beschäftigte ich mich hauptsächlich mit der Supraleitungstheorie.
Im Frühjahr 1957 wurde mir die Ehre zuteil, einer von den 18 Unterzeichnern des "Göttinger Manifests" zu sein, mit dem führende deutsche Physiker vor einer Ausrüstung der Bundeswehr mit taktischen Atomwaffen warnten.
Am 24.04.1960 holte mich der liebe Gott durch einen Autounfall aus meinem Leben zu sich zurück.

Schlussendlich kann ich doch eine sehr positive Bilanz aus meinem Leben ziehen, und ich hoffe, dass ich euch auch etwas Interessantes und Brauchbares über mich erzählen konnte. Behaltet wenigstens meinen Namen in Erinnerung!
geb. vor 1700
1700 - 1799
1800 - 1849
1850 - 1899
1900 - 1950
Astronomie
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ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger