große Physiker
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Edward Teller

von Martin Schallert

TellerTödliche Wahrheiten
Edward Teller, Physiker und Schöpfer der Wasserstoffbombe, wird neunzig. Im Lexikon wirkt Edward Teller, der vor neunzig Jahren in Budapest geboren wurde, eher harmlos. Dort, wo das gelehrte Wissen der Welt versammelt ist, wird Teller als der Physiker vorgestellt, der im Jahre 1938 gemeinsam mit seinen Kollegen S. Brunauer und Ph. H. Emmett eine Theorie publiziert hat, die verständlich macht, wie Gase bzw. Dämpfe an festen Oberflächen etwa von Metallen haften und dort festgehalten (absorbiert) werden.

Den meisten Menschen ist Teller anders bekannt, nämlich als jener ungarisch-amerikanische Physiker, der seit 1941 an der Entwicklung der Atombombe in Los Alamos beteiligt war und von 1949 an die theoretischen Grundlagen für die Konstruktion der Wasserstoffbombe geschaffen hat.

Er hat früh seine ungarische Heimat verlassen, um von 1929 an in Kopenhagen zu studieren, wo damals das Zentrum der neuen Physik der Atome war, die vor allem mit den Namen Niels Bohr und Werner Heisenberg verbunden ist. Seine Hauptaufmerksamkeit gehörte schon früh den physikalischen Problemen, die der Atomkern bereitete, und dieses Interesse brachte ihn auch in der Wüste Neu-Mexikos, wo das Manhattan-Projekt die erste amerikanische Atombombe schuf.
Teller ist sich seit langem bewusst, wie weit sich die Physik vom gesunden Menschenverstand entfernt hat und dass man sich daher besonders große Mühe bei ihrer Vermittlung geben muss. Schließlich sollten alle verstehen, was es mit den Atomen auf sich hat. Denn sie gehen, wie gerade die Geschichte der Kernwaffen gezeigt hat, uns alle etwas an.

Die Wasserstoffbombe
Die Wasserstoffbombe ist eine Sonderart der Atombombe. Die Explosion entsteht nicht durch Spaltung von schweren Atomkernen, sondern durch die Verschmelzung leichter Kerne (Deuterium und Lithium 6 oder Beryllium), bei der vorwiegend Heliumatome entstehen und viel Energie in Form von Gamma-, Licht und Wärmestrahlung frei wird. Der physikalische Prozess entspricht der "Verbrennung" von Wasserstoff zu Helium auf der Sonne.

Gezündet wird die Wasserstoffbombe durch eine Plutonium-Atombombe, durch die:
viele Neutronen entstehen und weiterreagieren können und genügend Wärme zur Beschleunigung der leichten Atomkerne frei wird.
Zwei solche Kerne können nur zusammenkommen, wenn sie mit einer Bewegungsenergie aufeinandertreffen, die einer Temperatur von einigen Millionen Grad C entspricht.

Es gibt zwei Arten von Wasserstoffbomben
  1. Die Flüssige besteht auf Tritium und Deuterium; sie muss tiefgekühlt aufbewahrt werden und hat ein großes Gewicht
  2. Die Feste besteht auf Lithiumdeuterid (LiD) und ist leicht transportabel.
H-Bombe
geb. vor 1700
1700 - 1799
1800 - 1849
1850 - 1899
1900 - 1950
Astronomie
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Optik
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ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger