Die Elixiere des Teufels

Als sich der junge Mönch Medardus in die Frau verliebt, deren Beichtvater er ist, bricht er sein Gelübde und reist auf eigene Faust umher um seine unbekannte Geliebte zu suchen. Unterwegs trifft er einen als Kapuziener verkleideten Mann, der auf dem Weg zu seiner heimlichen Geliebten, der Baronin Euphemie war. Als diese jedoch in die Tiefe eines Abgrundes stürzt, nimmt Medardus seine Identität an und wird von Euphemie als ihren Geliebten gehalten.

In Aurelie, Euphemies Stieftochter, denkt er die Unbekannte zu erkennen. Als Euphemie ihn bedroht, ermordet er sie und ihren Bruder. Auf der Flucht trifft er auf Aurelie, die ihn erkennt und verhaften läßt. Als jedoch sein Doppelgänger auftaucht und die Tat gesteht, kehrt Medardus zu ihr zurück und sie gestehen sich ihre Liebe. Am morgen der Hochzeit sieht er wie sein Doppelgänger zur Hinrichtung transportiert wird. Medardus gesteht seine Schuld und ist nach dem Mordversuch an seiner Braut wieder auf der Flucht.

Er kehrt in sein Heimatkloster zurück wo Aurelies Einkleidungszeremonie stattfindet. Während der Zeremonie stürzt sein Doppelgänger herein und ermordet Aurelie. Sterbend offenbart sie Medardus den Sinn ihrer Liebe und reinigt ihn somit von seinen Sünden.

 

Die Lebensansichten des Kater Murr

Dieser Roman handelt von 2 völlig verschiedenen Geschichten.

Zum einen von der Lebensgeschichte des Katers Murr und zum anderen von Teilen aus der Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler. E.T.A. Hoffmann schrieb die Lebensgeschichte des Katers Murr auf die Rückseite eines Konzeptes für die Biographie von Kreisler und so kam es zur unbeabsichtigten Vermischung beider Werke.

Es wird über Murrs Jugendjahre und seine Reifung zu einem großen Kater berichtet. Murrs Freundschaft mit dem Pudel Ponto und seine Liebe zur Katze Miesmies sind prägende und persönlichkeitsformende Ereignisse in seinem Leben. Indem Hoffmann Murrs Entwicklung zum Schriftsteller aufzeigt, hat er Gelegenheit zur kritischen und parodistischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen literarischen Richtungen. So entsteht aus dem Bildungsroman ein satirischer Gesellschaftsroman.

Im Kreisler-Teil wird von den Gepflogenheiten am Hofe des Duodezenfürsten Irenäus und von den Problemen des romantischen Künstlertums berichtet. Kreisler schwankt zwischen der "reinen" Liebe zur musikalischen Julia und der Leidenschaft zur Prinzessin Hedwiga. Zu seinem Bedauern muß er jedoch feststellen, daß es die "reine" Liebe nicht gibt.