große Physiker
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Hans Christian Ørsted (1777-1851)

von Christian Kuster

Ørsted war Sohn eines Apothekers und selbst gebildeter Pharmazeut.
1806 wurde er in Kopenhagen, als erster seit 1732, zum Professor für Physik ernannt. Er debütierte 1797 mit einer Abhandlung über das Fruchtwasser und erhielt zwei Jahre später den Doktorgrad für eine Schrift über die Philosophie Kants.

Im Frühjahr 1820 beobachtete der dänische Physiker in Kopenhagen die Ablenkung einer Magnetnadel in der Nähe eines stromdurchflossenen Leiters.
Als Stromquelle diente die zwischen Ørsted und seinem Gehilfen sichtbare Voltasche Säule, d.h. die von Alessandro Volta im Jahre 1800 erfundene elektrochemische Batterie.

Mit Ørsteds Experiment war der, vor allem von den deutschen Physikern aus dem Romantikerkreis (denen Ørsted sehr nahe stand) seit langem vermutete Zusammenhang zwischen Magnetismus und Elektrizität zum erstenmal eindeutig nachgewiesen.
Die Einheit der magnetischen Feldstärke wurde nach ihm benannt (1 Oe, heute allerdings nicht mehr gültig).

Ørsteds Entdeckung galt als Meilenstein, was durch die rasche Entdeckung des Elektromagnetismus als einer neuen Wissensdisziplin nur bestätigt wurde. Ørsted hat, so urteilte Ampere, seinen Namen auf immer mit einer neuen Epoche verbunden.
Er wurde mit einer Fülle von Ehrungen aller Art förmlich überschüttet. So erhielt er die Copley-Medaille der Royal Society und einen mit 3000 Goldfranken dotierten Preis des Institut de France; fast alle wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien Europas verliehen ihm die Ehrenmitgliedschaft.

Es begann eine neue Epoche in der Geschichte der Elektrizitätslehre, deren Anwendungen (Elektromotor, Dynamomaschine, elektrische Nachrichtentechnik) vor allem die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt haben.

Ørsted studierte auch die Kompressionsfähigkeit des Wassers und stellte Aluminium her. 1824 gründete er die populäre Gesellschaft zur Verbreitung der Naturlehre (Selskabet til Naturlærens Udbredelse) und 1829 die Technische Hochschule (Den Polytekniske Læreanstalt), an der die Ingenieurausbildung eine wissenschaftliche Grundlage erhielt.
geb. vor 1700
1700 - 1799
1800 - 1849
1850 - 1899
1900 - 1950
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ein Physikprojekt im SS 2001 mit IIIb, IVa und IVb von Peter Ranninger